Geschlechterrolle: eine von der Gesellschaft geformte Vorstellung davon wie sich ein Geschlecht typischerweise zu verhalten hat.

Geschlechtliche Selbstwahrnehmung (Geschlechtsidentität): das innere Wissen darum, welches Geschlecht man hat (die Auslebung dieses Wissens kann, muss aber nicht, mit der entsprechenden Geschlechterrolle überein stimmen). Bedarf als Konzept der Identität Zeit, um sich zu bilden und kann im Wandel stehen. Bei Kindern können dabei auch Spielverhalten und Kleidung eine Rolle spielen.

Binäre Geschlechter: Bezeichnung für männliche und weibliche Geschlechtsidentitäten als Pole an Enden des Geschlechterspektrums, die implizieren, dass es auch nicht-binäre Geschlechter gibt (auch auf ide biologischen Geschlechter anwendbar).

Inter*geschlechtlichkeit (auch Intersexualität): Der Begriff bezeichnet biologische Besonderheiten bei der Geschlechtsentwicklung. Menschen mit intergeschlechtslichen Körpern weisen Merkmale vom weiblichen und vom männlichen Geschlecht auf. Die Bandbreite von DSD (Difference of Sexual Development) reicht vom häufig beobachteten CAIS (Complete Androgen Insensitivity Syndrome) und dem selteneren PAIS (Partial Androgen Insensitivity Syndrome) über die reine (Swyer Syndrom) und gemischte Gonadendysgenesie, den 5-Alpha-Reduktase-Mangel und 17-Beta-HSD-Mangel bis hin zum äußerst raren "LH-Rezeptordefekt" (Leydigzell-Hypoplasie), dem "Hermaphroditismus verus" und dem CAH (früher AGS).

Cis* Geschlechtlichkeit: die Geschlechtsidentität stimmt mit dem bei der Geburt zugeordneten Geschlechtseintrag überein.

Trans* Geschlechtlichkeit: die Geschlechtsidentität weicht von dem bei der Geburt zugeordneten Geschlechtseintrag ab (schließt nicht-binäre Identitäten ein).

Transition: bezeichnet den Vorgang, bei dem eine sich als transsexuell, transgender oder transident identifizierende Person ihr Erscheinungsbild so ändert, dass sie einem anderen Geschlecht entspricht. Im deutschen Sprachgebrauch werden auch häufig fälschlicherweise der Begriff der „Geschlechtsumwandlung“ (der von Therapeuten wie Betroffenen nicht mehr benutzt wird) oder der „Geschlechtsangleichung“ beziehungsweise „Geschlechtsanpassung“ verwendet. Man kann die soziale, rechtliche und körperlich-medizinische Transition unterscheiden.

Detransition: Das Präfix „-de“ bei „Detransition“ steht für das Rückgängigmachen der Transition. In sozialer und rechtlicher Hinsicht werden bei einer Detransition wieder der Geburtsname und die Pronomen angenommen, die zum Geburtsgeschlecht passen. Nach Einstellung der Hormontherapie entwickeln teilweise körperliche Merkmale zurück (Bsp.: Fettumverteilung), andere sind hingegen nicht rückgänig zu machen (Bsp.: Körperbehaarung, Vertiefung der Stimme)
Informatives Video hierzu: https://www.youtube.com/watch?v=U4dDMQSc4SU

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